Kochen auf Trekkingtour: praktische Tipps

Letztes Update 08.07.25

Kochen auf Trekkingtour

 

Eine Trekkingtour ist eine wunderbare Gelegenheit, der Natur nahe zu sein, sich selbst herauszufordern und dem Trubel der Stadt zu entfliehen. Damit du diese Zeit wirklich genießen kannst, ist eine gute Verpflegung unterwegs unerlässlich. Schmackhafte und nahrhafte Mahlzeiten bilden die Grundlage für dein Wohlbefinden und deine Energie auf dem Weg. Wir haben für dich praktische Tipps zusammengestellt, wie du unterwegs einfach, sicher und mit minimalem Aufwand kochen kannst.

 

Menüplanung im Voraus

 

Einer der Schlüssel zu einer gelungenen Tour ist eine gute Vorbereitung. Überlege dir im Voraus ein grobes Tagesmenü – das hilft, unnötiges Gewicht im Rucksack zu vermeiden und sorgt dafür, dass du nicht plötzlich ohne Nahrung dastehst. Ideal sind Gerichte, die auf einem einzigen Kocher zubereitet werden können, schnell gehen und aus einfachen, lange haltbaren Zutaten bestehen.

 

Die Basis eines solchen Menüs bilden Haferflocken, Buchweizen, Reis, Nudeln, Trockengerichte, Instant-Suppen, Nüsse, Schokolade, Hartkäse sowie getrocknetes Gemüse und Fleisch. Zuhause vorbereitete Mischungen für Brei oder Suppe mit Gewürzen und Trockenfrüchten sparen dir später Zeit beim Kochen am Feuer.

 

Wenig Ausrüstung, große Wirkung

 

Im Gelände musst du alles selbst tragen – nimm deshalb nur das Nötigste mit. Ein kleiner Topf oder Kessel mit Deckel, ein leichter Becher, ein Löffel, ein Messer, ein Schwamm und eine kleine Gaskartusche mit Kocher reichen vollkommen aus, um unterwegs eine vollwertige Küche unter freiem Himmel zu haben.

 

Wenn du vorhast, über dem Feuer zu kochen, vergiss nicht, Handschuhe und ein Anzündmittel mitzunehmen. Denk aber daran: In einigen Regionen ist offenes Feuer im Sommer verboten – dann bleibt der Gaskocher dein einziger verfügbarer Weg, um Essen zuzubereiten.

 

 

Essen als Teil des Tagesrhythmus

 

Gerade auf Tour ist ein regelmäßiger Essensrhythmus besonders wichtig. Frühstück sollte warm und energiereich sein – besonders, wenn ein langer Weg vor dir liegt. Tagsüber bieten sich kleine, unkomplizierte Snacks an, die keine Zubereitung benötigen: Nüsse, Riegel, Knäckebrot, Trockenfrüchte. Zum Abendessen ist ein warmes Gericht empfehlenswert, das nach einem anstrengenden Tag beim Regenerieren hilft.

Denk daran: Essen im Trekking ist kein Kochwettbewerb, sondern dient vor allem der Kraftversorgung. Dennoch lässt sich selbst ein einfacher Brei mit Gewürzen, etwas Salz, getrockneten Kräutern oder Käse geschmacklich aufwerten. Aus wenigen Zutaten ein gutes Essen zu machen – das ist wahre Outdoor-Kunst.

 

Hygiene und Sicherheit

 

Wasche dir vor dem Kochen immer die Hände – wenn Wasser knapp ist, kann ein Desinfektionsmittel helfen. Obst und Gemüse solltest du, wenn vorhanden, vorher waschen oder mit heißem Wasser übergießen. Halte dein Kochgeschirr sauber und lasse keine Essensreste in der Nähe deines Schlafplatzes – das lockt Tiere an.

 

Auch die Lagerung deiner Lebensmittel ist wichtig. Alles, was schnell verdirbt, sollte gleich in den ersten Tagen gegessen werden. Der Rest muss wasserdicht und gut verschlossen aufbewahrt werden. In einer Gruppe lohnt es sich, die Lebensmittel und Ausrüstung auf alle Rucksäcke aufzuteilen – das ist nicht nur praktischer, sondern auch sicherer.

 

Essen als Stimmungsträger

 

Ein warmer Brei am Lagerfeuer, Tee im Morgengrauen oder der Duft einer Suppe nach einem langen Tag – all das wird Teil deiner Erinnerung an die Tour. Selbst in rauen Bedingungen darf ein kleines Stück Komfort nicht fehlen: dein Lieblingstee, ein Stück Schokolade, getrocknete Apfelscheiben oder ein vertrauter Gewürzduft, der an Zuhause erinnert.

 

Sieh das Kochen unterwegs nicht als Last. Es ist ein Moment der Pause, der Ruhe, die Gelegenheit, dich mit deinen Mitwanderern auszutauschen – oder einfach die Stille zu genießen, während das Wasser kocht und die Wolken vorbeiziehen.

 

Fazit

 

Kochen auf einer Trekkingtour ist weniger eine kulinarische Herausforderung als vielmehr eine Frage der Selbstfürsorge und des Überlebens-Know-hows. Mit ein wenig Erfahrung, guter Vorbereitung und Respekt vor der Natur wird auch ein einfaches Gericht zum Ritual – und das Kochen selbst zu einem wertvollen Teil deines Abenteuers.

 

Außerdem haben wir hilfreiche Tipps für ein gelungenes Outdoor-Wochenende zusammengestellt – lies dazu unseren Beitrag Zelttour am Wochenende: Nützliche Tipps.

 

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